Beobachtungen aus dem Arbeitsalltag, Teil 1
Studenten in Praktikas zu betreuen, in ein Teil meiner beruflichen Tätigkeiten. Und ja, richtig, ich sehe mich hier als Betreuer, als jemand der eine Dienstleistung anbietet, und das nicht mal ungern. Den Interessierten möchte ich die Möglichkeit bieten etwas zu lernen, etwas aus so einem Tag mitzunehmen. Ob mir das immer gelingt, das sei einmal dahin gestellt, aber den anderen, denen möchte ich keine allzu großen Schwierigkeiten machen. Wer also nichts lernen will, wer schlecht vorbereitet ist, für den soll es eine Pflichtübung sein. Das soll nicht heißen, dass man sich da durchmogeln kann, sondern lediglich, dass es jedem selbst überlassen ist, wieviel er aus so einem Angebot macht. Wenn es jemanden nicht so sehr interessiert, ich bin demjenigen deswegen nicht gram. Was ich allerdings nicht mag, ist ein Trend der sich immer mehr abzeichnet, nämlich die Unart, unehrlich zu sein, so tun als ob (wenn z.B. alle nicken auf die Frage ob sie das verstanden haben, und ich weiß keiner hat es verstanden), oder gar mich für dumm verkaufen zu wollen. Manche entwickeln hier großen Einfallsreichtum, aber wozu eigentlich? Manchmal denke ich sie machen das, um sich selbst zu täuschen.
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