Fast drei Tage war die Buchhändlerin meines Vertrauens bei mir zu Gast. Aber das ist ja nichts Neues, sowas gibt es in schöner Regelmäßigkeit, schon seit Jahren. Eigentlich ist es ja gelogen, denn Buchhändlerin, das war sie damals, als ich sie kennenlernte: Buchhändlerin und Bloggerin.

Heute ist sie mehr dafür verantwortlich, dass die Buchhandlungen ihre Regale und Tischchen reichhaltig belegen können. Davon überzeugten wir uns dann auch täglich. Mit Stolz konnte ich ihr ihre Werke in fast allen Buchhandlungen der Stadt zeigen. Ein schöner Nebeneffekt, denn der eigentliche Streifzug durch die Buchhandlungen diente ja nur dazu, die eigenen Buchbestände weiter wachsen zu lassen. Und hier schließt sich der Kreis, denn viele Bücher kaufe ich nach wie vor bei ihr oder besser über sie, der Buchhändlerin meines Vertrauens. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das Neue und vielleicht auch Einzigartige an diesen drei schönen Tagen war, dass wir keinen Tropfen Alkohol getrunken haben. Um Missverständnissen vorzubeugen, auch sonst gab es nie ausufernde Besäufnisse. Diesmal aber berauschten wir uns dennoch, und zwar an der gemeinsamen Lektüre eines Buches. Einem wahrlich zauberhaft schönem Buch, nämlich dem aktuellen von David Nicholls: Zwei an einem Tag. Grandioses Buch.

Und so bin ich sehr glücklich über diese drei Tage und dem Besuch, denn ich wurde wieder angefixt, mit Lesestoff. Von nun an wird wieder viel mehr gelesen. Ich hoffe ich kann den Vorsatz umsetzen, aber ich bin mir sicher, die Buchhändlerin meines Vertrauens wird schon drauf achten …