Uneigennützig, aber nicht so gänzlich
Die letzte Woche hatte für mich nur zwei Arbeitstage: Montag und Mittwoch - und dennoch, es war eine harte Woche.
Dienstag, da hatte ich (siehe letzter Eintrag) frei, und Donnerstag sowie Freitag, da durfte ich meinen neuen potentiellen Chef kennenlernen. Genauer, es kamen jeweils drei Kandidaten um sich vorzustellen. Wer jetzt denkt, was ist denn das für ein Verein, wo sich die Mitarbeiter ihren Chef aussuchen, dem muss ich entgegnen, nein, so ist es leider nicht ganz, das wäre ja zu schön.
Mein aktueller Chef wird in knapp drei Jahren pensioniert, und sein Nachfolger kommt schon früher, wegen reibungslosem Übergang und noch einigen anderen Gründen. Aussuchen tut den Chef eine Kommission und nicht ich. Aber ich hatte die Ehre mich mit jedem der Kandidaten für fast 90 min zu unterhalten und ich war bei den gemeinsamen Abendessen mit am Tisch. Drei Mitglieder der Kommission werden sich meine Meinung anhören, von daher, naja ich will das nicht überbewerten.
Mit vier der sechs Kandidaten könnte ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen, bei drei von Ihnen hatte ich auch das Gefühl, dass dies umgekehrt ebenso gelten würde. Bei den anderen beiden würde ich wohl freiwillig gehen, trotz Vertrag. Deren Arbeitsgebiet ist zu weit von meinen Interessen weg. Ich versuche den Kommissionsmitgliedern aber ein so objektives Bild wie möglich zu geben, und von daher ist einer der beiden, die mir persönlich nicht so zusagen an Nummer zwei meiner Wertung, und zwei mit denen ich sehr gut könnte sind nur Nummer 5 und 6 auf dieser meiner Liste. An Nummer drei liegt mein Wunschkandidat.
Ich bin gespannt wie es ausgeht, ob ich mich ab Januar freue, wie es weitergehen wird, oder ob ich eher wieder den Stellenmarkt sondieren werde und Bewerbungsmappen vorbereiten werden. Problem hätte ich keines damit, trotzdem schön wäre es natürlich schon hier bleiben zu können.
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