April 2010
Monatsarchiv
unsortiertes26. April 2010 - 20:53
Hab ich gar nicht erzählt …
… dass ich mir eine Prima Donna gegönnt habe, welche mir seit Samstag ausgezeichnete Kaffeekreationen (Empfehlungen zu 1A-Kaffeebohnen nehme ich gerne an) zubereitet. Das Senseo-Erlebnis heute mittag im Büro war dann ein entsprechend Ernüchterndes. So schnell geht das also, … totaly addicted!
… dass ich mindestens nach Zürich, London, ans Meer, nach Berlin, nach Südtirol und in die Steiermark reisen werde in den nächsten fünf Monaten. Die Reihenfolge steht noch nicht ganz fest.
… dass beruflich zur Zeit alles Bestens läuft und ich mich trotzdem oft und gerne über bestimmte Kollegen ärgere.
… dass ich mir Sorgen mache, über meine Zukunft und deren Aussichten. Habe festgestellt, dass ich jetzt in dem Alter bin, in dem ich Frauen, die Brigitte lesen attraktiv finde. Daran ist nichts besorgniserregend, aber mein kranker Kopf denkt weiter. An die nächste Stufe … was wird das sein, bzw. wie lange wird es noch dauern, bis ich auf regelmäßige Leserinner der Apotheken-Umschau stehe?
Ja, so ist das. Ich erzähle relativ wenig in letzter Zeit. Aber - Warnung, der Schreiber sehnt sich nach Aufmerksamkeit - es interessiert ja auch kaum jemanden hier. Aus dem Karussell der digitalen Welt bin ich ja weitgehenst ausgestiegen. Verweigere mich weiterhin dem iPhone und bin stolz auf einen Facebook-Account der keine “Freunde” auflistet. Damit wil ich niemanden zu Nahe treten oder Kritik am online-Verhalten anderer äußern. Es muss jeder selbst wissen, was gut für einen ist. Ich mag dieses digitale Fastfood nicht. Wer weiß, vielleicht gelingt es mir trotzdem wieder hier mehr zu schreiben, so dass es weniger Einträge der Sorte “Hab ich gar nicht erzählt” gibt.
unsortiertes14. April 2010 - 20:56
Die Chefsache
Es ist einfach verrückt. Nicht, dass ich es mir direkt aussuchen könnte, aber trotzdem, so ein bisschen dann schon. Man muss wissen, ich habe den vielleicht besten Chef der Welt. Zumindest könnte ich mir keinen besseren für den Moment vorstellen. Leider ist dieser Umstand von begrenzter Dauer und dieser, mein toller Chef, wird in gut zwei Jahren in Ruhestand gehen.
Tja, und ob dieser Tatsache hat man sich verständigt, schon jetzt, sprich seit einem halben Jahr einen würdigen Nachfolger zu finden. Geplant ist für eine bestimmte Zeit eine Doppelspitze zu installieren und so eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten. Nun kommt also von Zeit zu Zeit immer wieder mal ein potentieller Kandidat bei uns vorbei. Heute war bereits der achte hier. Und jedesmal ist es dasselbe: Er stellt sich vor, er isst mit uns, er spricht mit uns, er hält einen Vortrag, er hat sich am Abend von seiner “privaten” Seite zu zeigen. Er soll ja schließlich nicht nur fachlich passen, sondern auch menschlich. Er stellt sich bereitwillig den Fragen. Jeder von seinen zukünftigen Angestellten in spe bildet sich ein Urteil und dann, wenn er wieder abgereist ist, dann stellt man in unzähligen Debatten fest, nein, auch dieser passt irgendwie nicht.
Spricht das jetzt für unseren Chef, dass es einfach keinen seines Gleichen gibt? Oder zeigt es nur, wie wahnwitzig die Vorstellung ist, dass Untergebene ein Wörtchen bei der Wahl ihres zukünfigen Chefs mitreden dürfen? Ich fürchte es ist von Beidem etwas. In jedemfall bin ich überzeugt, dass dieser Prozess nicht zur bestmöglichen Lösung führt und sich noch über eine geraume Zeit ziehen wird, bis endlich so ein weichgespülter Kandidat hier war, der nirgends aneckt, von dem sich alle Positives versprechen, von dem keiner Angst hat, dass sich für ihn die Situation verschlechtern könnte. Aber kann so jemand dann überhaupt Chef sein?
unsortiertes1. April 2010 - 23:34
Zurück von den Europameistern im Biertrinken

Da bin ich wieder zurück, von der Dienstreise aus Prag. Genauer eigentlich schon sein gestern abend. Nur fand dieser leider nicht mehr statt. Ich kippte sofort aus den Latschen und musste erstmal Schlaf nachholen.
Ja, der alte hith, der hat da nämlich ordentlich über die Stränge geschlagen. Aber was will man machen, wenn das Hotelbett zu hart ist? Genau, man nervt bis halb drei den armen Menschen hinter der Hotelbar, viertelstündlich, mit einer wirklich letzten Bestellung. Das meiste war aber nur Bier, bis eben auf den letzten Abend. Erst, weil wirklich köstlich gut, Weiß- und Rotwein in einem Prager Nobellokal (da werden nächste Woche die Herren Obama und Medwedjew das Start Abkommen begießen), und dann eben an der Hotelbar Bier, und zwar jede Menge, bis die letzten Kronen versoffen waren, bzw. bis wir rausgeworfen wurden.
Wundersamerweise hab ich das gut verkraftet und ich war nach vier Stunden Schlaf wieder brav bei den Vorträgen. Da wollte ich auch wirklich keinen verpassen, denn die waren erstklassig und haben sich beruflich voll gelohnt. Aber auch Prag selbst war die Reise wert. Eine wunderschöne Stadt mit viel Charme, netten Menschen und ausgezeichneter Küche.